Dhar
Übersicht
Die geschäftige Marktstadt und das Bezirkszentrum Dhar, 65 km westlich von Indore, war die Hauptstadt von Malwa, bis Hoshang Shah 1405 den königlichen Hof nach Mandu verlegte. Hier begann wahrscheinlich die erste Phase der Malvan-Architektur, die oft Mandu zugeschrieben wird, und ist einen Besuch wert, entweder auf einem Tagesausflug von Mandu oder auf dem Rückweg nach Indore, wo Sie beide Orte vergleichen können. Sie können Ihr Gepäck sicher im Schaffnerzimmer am belebten Busbahnhof abstellen und die Stadt zu Fuß oder mit der Rikscha erkunden.
Nur zehn Gehminuten westlich vom Parkplatz entfernt befindet sich Bhojshala, eine Moschee und ein Hindu-Tempel in einem gemeinsamen heiligen Bereich, die im Jahr 1400 fertiggestellt wurden. Wie die viel größere Jami Masjid in Mandu verfügt die Moschee über gedrungene Kuppeln und niedrige Kolonnaden, die um einen herum angeordnet sind großer offener Innenhof. Leider führte der Ausbruch interkommunaler Gewalt nach dem Vorfall in der Babri-Moschee im Jahr 1992 dazu, dass das Archaeological Survey of India den Hindu-Tempel schloss, der heute streng bewacht wird und nur einmal im Jahr im Februar für Saraswati-Feierlichkeiten für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Moschee ist weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die andere berühmte Moschee der Stadt, Lat Masjid, liegt 1 km entfernt im südlichen Teil der Stadt und grenzt an flaches Agrarland. Es wurde 1405 von Dilawar Khan erbaut und ist heute verlassen, aber nicht zerstört. Seine Ecken und Winkel sind mit Gras und den Nestern anmutiger grüner Papageien gefüllt. Wie Bhojshala enthält sie Fragmente früherer hinduistischer Mauerwerke und ist auch für Hindus von Bedeutung: Einige Einheimische glauben, dass die Moschee an der Stelle des ehemaligen Vijay Mandir des Raja von Bhoj erbaut wurde und veranstalten hier jedes Jahr im Herbst Eröffnungszeremonien Dassera.
Das letzte bemerkenswerte Denkmal in Dhara ist das Qila-Fort aus Sandstein, das auf einem Hügel östlich des Basars liegt. Es wurde 1344 von den Sultanen an der Stelle eines hinduistischen Paramara-Tempels aus dem 11. Jahrhundert erbaut, doch heute sind nur noch von Kanonenkugeln zerschrammte Festungsmauern und ein paar erbärmliche Statuen übrig, die aus dem sonnenverbrannten Gras hervorragen. Von hier aus sollen Geheimgänge nach Mandu führen, durch die Freiheitskämpfer während der ersten Schlachten des Straffeldzugs britischer Truppen nach der Meuterei von 1857 flüchteten
