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Chilika-See

Ohne seine Glasoberfläche könnte der Chilika-See, die größte Lagune Asiens, leicht mit dem Meer verwechselt werden. Von seinem schlammigen Küstenvorland aus kann man kaum den schmalen Streifen sumpfiger Inseln und Sandbänke erkennen, der 1100 Quadratkilometer Brackwasser vom Golf von Bengalen trennt. Bei einem Besuch zwischen Dezember und Februar können Sie Dutzende Zugvogelarten aus Sibirien und dem Iran beobachten, darunter Säbelschnäbler, Karettschnäbel, Pelikane, Fischadler, Flamingos und den seltenen Kranich. Am Ufer kann man manchmal auch Chitals (Aspis) und Garn sehen, und die Boote sind von Delfinschwärmen umgeben.

Geschichte

Rund um den See liegen mehrere Inseln (einige mit kleinen Fischerdörfern, andere unbewohnt), die beliebte Tagesausflüge mit dem Boot bieten. Meistens werden die Fischerdörfer und das legendäre Insel-„Königreich“ Parikud am Ostufer des Sees, die Heimat eines der exzentrischsten Maharadschas Indiens, ausgelassen und stattdessen der Devi-Schrein auf der Insel Kalijai besucht. Der Legende nach ertrank hier eines Tages ein einheimisches Mädchen, als es zu ihrer eigenen Hochzeit auf der anderen Seite des Sees unterwegs war. Da es kein geeignetes männliches Familienmitglied gab, das das Mädchen auf der Reise begleiten konnte, bestieg ihr Vater in letzter Minute das Boot – ein schwerwiegender Verstoß gegen hinduistische Sitten. Unterwegs kam vom Meer her ein Vergeltungssturm und brachte das Boot zum Kentern. Als nichts anderes übrig blieb, als die Suche nach Überlebenden aufzugeben, sagten einige Fischer, sie hätten die Stimme eines Mädchens gehört, das unter Wasser behauptete, sie sei eine Göttin geworden und dass ihr zu Ehren ein Heiligtum errichtet werden sollte. Im Laufe der Jahre begann man, dieses Wunder mit Kali (der Frau von Shiva in ihrer furchteinflößenden Erscheinung) in Verbindung zu bringen, und der Ort, an dem alles geschah, wurde heilig. Jedes Jahr versammeln sich auf Makar Sankrati nach der Ernte Pilger aus ganz Orissa und Westbengalen auf der winzigen Insel, um in der Höhle, in der die Gottheit platziert ist, Votivgaben darzubringen.

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