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Kapaliswarar-Tempel

Die Stadt Chennai (Madras) im Bundesstaat Tamil Nadu beherbergt wie andere indische Städte viele Tempel verschiedener religiöser Glaubensrichtungen. Neben anderen Attraktionen wird Touristen der Besuch des Kapaliswarar-Tempels angeboten, der sich im Vorort Mylapur westlich der San-Tome-Basilika befindet.

Geschichte

Historiker kennen das genaue Datum der Gründung des Tempels nicht, aber die meisten gehen davon aus, dass sie nicht später und nicht früher als im 16.-17. Jahrhundert, während der Herrschaft der mächtigen und berühmten Pallava-Dynastie an diesen Orten, stattfand. Der Name des Tempels kann mit „Kopf von Shiva“ übersetzt werden; tatsächlich ist er dieser besonderen Gottheit des indischen Pantheons gewidmet.

Es gibt auch eine Version, dass hier seit dem 7. Jahrhundert ein Bauwerk zu Ehren Shivas existiert. Der Tempel wurde am Ufer erbaut, aber aufgrund des Einflusses des Meeres oder der Zerstörung durch die Portugiesen wurde er weiter ins Landesinnere verlegt, wo er seitdem steht.

Im Bezirk Santom werden derzeit Ausgrabungen an der vermeintlichen Stätte durchgeführt, da Kapaliswarar in den alten Liedern „Nayanmars“ aus dem 7. Jahrhundert erwähnt wird.

Architektur

Der Kapaleeswarar-Tempel ist ein markantes und in mancher Hinsicht sogar typisches Beispiel für den dravidischen Architekturstil. Das Gebäude hat zwei Eingänge von verschiedenen Seiten und wird außerdem von einem hohen Hauptturm – Gopuram – gekrönt, der sich bis zu einer Höhe von etwa 40 Metern über die Straße erhebt.

An der Außenseite der Mauer sind die Tempel mit zahlreichen leuchtenden Figuren von Tieren, Menschen und Vögeln geschmückt, und im Inneren des Hauptheiligtums wird die Aufmerksamkeit auf kunstvoll gefertigte Vahana-Figuren gelenkt – Behälter der göttlichen Essenz in Form eines Ziege, Elefant, Papagei, Pfau, Stier und Beuteldachs. In diesen Bildern erscheint der Gott Shiva seit jeher in den Mythen und Legenden Indiens.

Ebenfalls vor kurzem wurde im Tempel ein weiteres Vahana in Form eines goldenen Streitwagens installiert.

Teilnahmebedingungen

Der Tempel ist täglich für Besucher geöffnet, der Eintritt ist absolut frei. Wenn Sie am „Gottesdienst“ teilnehmen möchten, finden diese hier viermal am Tag statt und werden Puja genannt – ein Ritual des mittlerweile symbolischen „Opfers“.

Ausflüge und Wissenswertes

Dieser Tempel ehrt nicht nur den Gott Shiva, sondern würdigt auch seine Frau Parvati in ihrer Karpaganbal-Inkarnation. Unter den Schreinen im Tempelhof kann man leicht den Altar der Göttin finden, auf dem sie als weiblicher Pfau dargestellt ist, der sich vor dem Linga verneigt.

Dies ist eine Art Illustration der alten Legende, dass Parvati ihren Blick von Shiva abwandte, hingerissen vom Tanz des Pfaus. Gott wurde wütend über ihren „Verrat“, verfluchte sie und verwandelte sie in einen Pfau. Dann musste Parvati zum Ort Kapalinagar gehen und ihre Sünde durch strenge Askese büßen.

Auf dem Tempelgelände finden häufig auch verschiedene Feste statt. Das wichtigste und interessanteste davon ist das Arupathimuvar-Fest zu Ehren der Anhänger des Shiva-Kultes.

Anreise

Die Anreise zum Kapaleeswarar-Tempel ist einfach, insbesondere wenn Sie mit einem Reisebus reisen und gerade die Basilika San Thome besucht haben, die einen Kilometer vom Tempel entfernt liegt.

Sie können Ihre Route auch selbst mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen oder einem Taxidienst vertrauen. Auf jeden Fall wird Ihnen jeder Passant den Weg zum Kapaleeswarar-Tempel in Madras zeigen.

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